Verkehrswacht Solingen: Vier neue Kitas mit Warnwesten ausgestattet

Von

Martina Hörle

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28/11/2018

 

Vier Kitas freuen sich über neue Warnwesten der Verkehrswacht. (Reihe hinten v. li. Thomas Müller, Jürgen Dahlmann, Ulrich Schmitz, Katrin Grastat) (Foto: © Martina Hörle)

SOLINGEN (mh) – Vier Solinger Kitas – die Klingenbande am Rathaus, Opderhüh in Aufderhöhe, die Ohligser Räuberhöhle und die Energiezwerge Mittelgönrath – durften sich über neue Warnwesten freuen. Jürgen Dahlmann, Vorsitzender der Verkehrswacht Solingen überreichte am Dienstag den Einrichtungen jeweils einen Satz mit 30 Westen für die Kinder und zwei Westen für die Erzieherinnen. Julia Jarras, die Leiterin der Kita Klingenbande hatte sich mit einer Bitte an die Mitarbeiter der Verkehrswacht gewandt und die hatten prompt reagiert.

Westen für Kinder und Erzieher

Vor rund drei Jahren wurden bereits alle Solinger Kindergärten und Grundschulen durch die Verkehrswacht Solingen, die sich immer für die Sicherheit (nicht nur) der Kinder im Straßenverkehr einsetzt, mit jeweils einem Klassensatz Warnwesten ausgestattet. Mit diesem kleinen, aber wertvollen Beitrag unterstützten sie auch dieses Mal. Die Westen verbleiben in den Einrichtungen und können bei Ausflügen von allen getragen werden.

Stolz probierten die Kleinen die neuen Westen an. (Foto: © Martina Hörle)

Vor dem Verteilen wollte Jürgen Dahlmann von den Kindern wissen, warum man denn solche Westen anziehen soll. Natürlich hatten die Kids die passende Antwort parat: „Damit uns die Autofahrer besser sehen können.“ Kleidung mit reflektierenden Elementen ist auf rund 150 Meter sichtbar. Praktischer Nebeneffekt aus Sicht der Erzieher: Wenn sie mit den Kindern unterwegs sind, beispielsweise im Zoo, können die Kleinen durch die leuchtend gelbe Farbe auch hier viel leichter gesehen werden.

Reflektoren bis 150 Meter zu sehen

Die Kleidungsstücke mussten natürlich sofort anprobiert werden. Die Kleinen freuten sich sehr über ihre neuen Westen. Die Mutter des kleinen Thomas von der Kita Opderhüh freute sich ebenfalls. „Wenn ich Thomas morgens zur Kita fahre, stelle ich immer wieder fest, wie viele der Kinder nur schlecht zu sehen sind.“ Sie lobte die Mitarbeiter der Verkehrswacht, dass sie sich immer wieder Zeit für die Kinder nehmen und ihnen entsprechende Einblicke verschaffen.

Netusan Vairamuthu gewinnt Schülerlotsenwettbewerb

Wuppertal, 4. Juli 2018. Wer lotst in Nordrhein-Westfalen am besten? Um darauf eine Antwort zu finden, lud die Landesverkehrswacht NRW am 4.7. zum Schülerlotsenwettbewerb auf Landesebene. 32 Jugendliche kamen ins Forschungs- und Entwicklungszentrum der Bayer AG nach Wuppertal. Dort mussten sich die Verkehrshelferinnen und Verkehrshelfer, wie die Schülerlotsen offiziell heißen, verschiedenen Aufgaben stellen. Es galt kniffelige Fragen in einem schriftlichen Test zu beantworten, den Bremsweg eines Pkw zu errechnen und sich in einem Rollenspiel gegen besserwisserische oder anmaßende Verkehrsteilnehmer durchzusetzen. Am besten gelang das Netusan Vairamuthu, der am Humboldtgymnasium in Solingen als Loste aktiv ist. Er sowie alle anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten als Anerkennung für ihre Leistungen ein Geschenk mit nach Hause nehmen, das von der Unfallkasse NRW zur Verfügung gestellt wurde.
„Hilfsbereitschaft und gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr lassen oft zu wünschen übrig“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst, der die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernommen hatte. „Ganz anders sieht das bei den Schülerlotsen aus: Sie stehen jeden Morgen früher als ihre Mitschüler auf, um bei Wind und Wetter den Schulweg zu sichern. Darauf können sie stolz sein.“
Auch Prof. Dr.-Ing. Jürgen Brauckmann, Präsident der Landesverkehrswacht, lobte die Jugendlichen: „Euer Einsatz verbessert nicht nur die Verkehrssicherheit im Umfeld von Schulen. Ihr setzt auch ein Zeichen für den gegenseitigen Respekt aller Verkehrsteilnehmer. Ich würde mir wünschen, dass sich möglichst viele der immer eiligen Autofahrerinnen und Autofahrer daran ein Beispiel nehmen.“
In diesem Jahr wurde der Schülerlotsenwettbewerb bei der Bayer AG in Wuppertal veranstaltet. Als Gastgeber begrüßte Dr. Jörg Möller, Leiter Forschung und Entwicklung der Bayer-Division Pharmaceuticals, die Gäste: „Wir haben uns gerne bereit erklärt, Gastgeber für diese etablierte Veranstaltung zu sein. Denn für Bayer hat Sicherheit bei allen Tätigkeiten und auf allen Wegen höchsten Stellenwert. In diesem Sinne schätzen wir das Engagement der jungen Menschen sehr, sich für die Sicherheit im Straßenverkehr ehrenamtlich einzusetzen“, betonte Möller.
Dass der Einsatz von Schülerlotsen nach wie vor notwendig ist, zeigen die Verkehrsunfallzahlen des Innenministeriums. Demnach verunglückten in 2017 1.082 Kinder zwischen sechs und 14 Jahren auf dem Weg zur oder von der Schule. Sechs von ihnen starben. Auf den Wegen, die von Schülerlotsinnen und Schülerlotsen gesichert werden, hat sich bislang noch kein nennenswerter Unfall ereignet. Insgesamt engagierten sich zum Ende des letzten Jahres 1.587 Jugendliche als Lotsinnen und Lotsen; hinzu kamen 2.155 Erwachsene.

Die Veranstalter und Gewinner (v.li., oben:) Dr. Mike Matthäus, Leiter Chemiepark Management, Bayer AG, Prof. Jürgen Brauckmann, Präsident Landesverkehrswacht, Netusan Vairamuthu, 1. Platz, Burkhard Nipper, Gf. Direktor Landesverkehrswacht, Georg Nottelmann, Unfallkasse NRW, (v.li., unten:) Sven Koston, 2. Platz, Hendrik Röhr, 3. Platz, Lara Hasch, 5. Platz, und Mika Kastner, 4. Platz. (Foto: LVW NRW)

Wettbewerb der Verkehrswacht: Schülerlotsen zeigen, was sie können

21 Schülerlotsen waren heute beim Wettbewerb der Verkehrswacht. Sie hatten im Vorfeld aus 220 Teilnehmern am besten abgeschnitten. Heute zeigten sie ihr Können in praktischen Aufgaben. (Foto: © Martina Hörle)

SOLINGEN (mh) – Der Lotse hat bereits abgesperrt. Da drängelt sich ein Radfahrer durch die Gruppe der Kinder oder ein älterer Schüler geht neben der Absperrung über die Straße – Konfliktsituationen, wie sie die Schülerlotsen tagtäglich miterleben können. Solche und ähnliche Aufgabenstellungen, die mit der Verkehrssicherheit zu tun haben. müssen die 21 Jugendlichen im Rollenspiel meistern.

21 Schülerlotsen beim Wettbewerb

Wieder veranstaltet die Verkehrswacht Solingen einen Wettbewerb der Schülerlotsen. Im Vorfeld waren bereits 220 Teilnehmer mit allgemeinen und verkehrsbezogenen Fragen geprüft worden. Die besten von ihnen sollen heute in praktischen Aufgaben ihr Wissen unter Beweis stellen. Eine fünfköpfige Jury, bestehend aus Vertretern der Stadt Solingen, der Lehrer, der Polizei, der Verkehrsbetriebe sowie der Verkehrswacht, übernimmt die Punktevergabe.

Jürgen Dahlmann, Vorsitzender der Verkehrswacht Solingen, ist der Gegenspieler im Rollenspiel. Er fährt Fahrrad ohne Helm, geht unachtsam über die Straße und verursacht so manche kritische Situation. Die Lotsen haben es nicht leicht, lösen ihre Aufgaben aber mit Bravour und lassen sich auch bei Diskussionen nicht beirren. Kleinere Aussetzer sind der Nervosität geschuldet.

Neben dem Rollenspiel besteht der Wettbewerb aus einem Test, bei dem es um Brems- und Anhaltewege geht, und einem Reaktionstest, bei dem Schülerinnen und Schüler ihre Schnelligkeit unter Beweis stellen müssen.

Ulrich Schmidt, Verkehrssicherheitsexperte der Polizei, sitzt vor einem Messgerät. Leuchtet eine rote Lampe auf, muss der Lotse so schnell wie möglich auf die Bremse treten. Zwei Versuche hat jeder. Dann wird der Durchschnitt der Zeit ermittelt. Kollege Thomas Müller hält die Ergebnisse im Protokoll fest.

Demonstration von Geschwindigkeit und Bremsweg

Auf dem Außengelände der Verkehrsbetriebe ist eine Übungssituation aufgebaut. Ein Streifenwagen steht in Warteposition. Schmidt erklärt: „Jeder Lotse bekommt einen Puck mit Nummer. Ich fahre gleich mit 30 km/h und werde exakt an den Pylonen eine Gefahrenbremsung einleiten. Dabei muss der Bremsweg so kurz wie möglich sein. Ihr platziert eure Pucks da, wo eurer Meinung nach der Wagen zum Stehen kommt.“ Dann setzt sich der Polizist hinters Steuer und fährt los. Die gewählten Puckpositionen sind vertretbar. Beim zweiten Durchgang erhöht Schmidt seine Geschwindigkeit auf 60 km/h. Dieses Mal haben sich alle verschätzt. „Doppelte Geschwindigkeit heißt vierfacher Bremsweg“, betont Ulrich Schmidt. Die Demonstration hinterlässt deutlich Eindruck.

Nach der Auswertung, die sich die Jury nicht leicht gemacht hat, steht das Ergebnis fest. Auf dem ersten Platz ist Henrik Röhr, gefolgt von Netusan Vairamuthu und Katrin Alt, alle drei vom Humboldtgymnasium. Den vierten Platz belegt Jonas Lützenkirchen vom Gymnasium Schwertstraße. Auf Platz fünf ist Mika Kaster, Friedrich-Albert-Lange-Schule. Die Sieger werden zum Landeswettbewerb nach Wuppertal fahren.

 

Polizeioberrätin Tanja Veljovic und Bezirksbürgermeister Richard Schmidt übernehmen die Siegerehrung. Die Preise sind von Solinger Firmen gestiftet. Da gibt es zahlreiche Gutscheine, Bälle, Fahrradhelme und mehr.

Fünf Sieger fahren zum Landeswettbewerb

Tanja Veljovic spricht den Lotsen ihren großen Dank aus. „So viele junge, engagierte, motivierte Schülerinnen und Schüler zu erleben, die viel gelernt haben, die sich voll Power hier einbringen, da kann ich nur von ganzem Herzen danken, auch im Namen meiner siebenjährigen Tochter, die immer zu Fuß nach Hause geht. Bitte macht weiter. Herzlichen Dank für eure großartige Leistung.“

Richard Schmidt spricht den Lotsen ebenfalls seine Anerkennung aus. „Ich bin zum ersten Mal Mitglied in dieser Jury. Für mich seid ihr alle Sieger. Ihr zeigt, wie man sich ehrenamtlich einbringt, wie man ein Vorbild sein kann.“ Und er fügt schmunzelnd hinzu: „Gut, dass ihr in eurer Eigenschaft als Lotsen auch uns Autofahrer auf gewisse Fehler aufmerksam macht.“

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Unterwegs in Deutschland als Radfahrer

Neuer Schulungsfilm der Verkehrswacht Solingen


Die Verkehrswacht Solingen hat in einer Gemeinschaftsproduktion mit der Polizei Wuppertal/Remscheid/Solingen, dem Filmclub Solingen sowie der Stadt Solingen, Stadtdienst Integration, einen Film produziert, der über das richtige Verhalten von Radfahrern informiert. Gefördert wurde die Produktion vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

„Unterwegs in Deutschland als Radfahrer“ ist für die Verkehrssicherheitsarbeit mit Einwanderern und Asylanten gedacht, welche hier zwar oft Fahrräder geschenkt bekommen, aber nicht sicher im Fahren sind, da sie hiesige Verkehrsverhältnisse und die Straßenordnungen nicht kennen.

Der Film soll mit möglichst wenig Sprache auskommen, also selbsterklärend sein. Auch soll er in verschiedene Sprachen übersetzt werden. Dazu werden noch freiwillige Dolmetscher gesucht, die den Text neu einsprechen.

 

Der Film wird über den Youtube-Kanal des Filmclub Solingen allen Menschen zur Verfügung gestellt und soll auch von der Polizei, Bereich Verkehrsunfallprävention, zur Verkehrserziehung genutzt werden. Auch andere Institutionen, die sich um Verkehrserziehung und/oder Flüchtlinge kümmern, können die Filme nutzen.
In Kürze soll ein weiterer Film produziert werden, der das richtige Verhalten von Fußgängern im Verkehr thematisiert.

 

Am letzten Wochenende fand in Jülich das BDFA Bundesfilmfestival für Report- und Schulungsfilm statt.
Der Film „Unterwegs in Deutschland – als Radfahrer“ hat von der Jury die Silbermedaille erhalten.

www.filmclub-solingen.de

 

 

Kampagne Crash Kurs NRW

Besonders junge Männer verursachen oft fahrlässig schwere Verkehrsunfälle. Mit der Kampagne "Crash Kurs NRW" der Polizei sollen junge Menschen möglichst schon vor dem Erwerb des Führerscheins über die möglichen Konsequenzen eines späteren riskanten Verhaltens aufgeklärt werden. Das heißt, sie müssen motiviert und befähigt werden, sich und andere vor den Unfällen und ihren Folgen zu bewahren. 
 
Deswegen wird die neue Verkehrssicherheitskampagne vor allem 16- bis 17jährige Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 und 11 an den nordrhein-westfälischen Schulen ansprechen. Sie werden von Feuerwehrleuten, Polizisten, Notärzten, Notfallseelsorgern, aber auch von Opfern oder Angehörigen der Opfer aus erster Hand erfahren, was bei Unfällen passiert und welchen Folgen dies für Leib und Seele haben kann.

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Verkehrskadetten 

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Neue Roller für die Jugendverkehrsschule

Dank einer großzügigen Spende des Rotary-Clubs Solingen erhielt die Jugendverkehrsschule zwei nagelneue Motorroller. weiter...